Sommer 2025

01. August 2025 bis 29. August 2025

Am 1. August startete unsere Reise wieder nach Griechenland. Reiner reiste aus Deutschland an. Eveline und Roger aus der Schweiz. Josef ist ja schon da. Wie üblich, hob das Flugzeug von Kloten mit Verspätung ab, doch die Piloten holten die verlorene Zeit wieder auf.


Angekommen in Athen wurden wir abgeholt und direkt ins Hotel gefahren. Gemütlich verbrachten wir unsern ersten Abend in der Launch am Hotelpool. Später ging es noch zum gemeinsamen Abendessen in die Taverne.

Wir hatten den Befehl erhalten uns zuerst von der Reise zu erholen, ausgiebig zu Frühstücken und wurden um halb Elf zur Wache abgeholt.

Nach der Begrüssung, (inkl. Frappé natürlich) stellten wir unser Einsatzausrüstung zusammen und starteten in den ersten Wachschichttag.

Die Berufsfeuerwehr hat uns den Standort Avra zugwiesen, dieser liegt ca. 21 Kilometer und mit einer Fahrzeit von ca. 35 Minuten, Nordöstlich von der Wache entfernt. Diesen Standort kannten wir alle nicht. Wir waren gespannt wie es dort aussieht. Die nächsten Stunden verbrachten wir im Schatten, da die Temperatur über 35 Grad angestiegen war. Am späteren Nachmittag, kahm noch ein Fahrzeug, ein Dreiachser mit 10'000 Liter Wasser, von der Berufsfeuerwehr an den selben Standort, diese Zweierbesatzung hatte eine 24 Stunden Schicht.

An vielen Standorten wurden kleine Baracken mit Einfacher Ausstattung errichtet. So müssen die Feuerwehrleute nicht draussen oder in den Fahrzeugen schlafen.

Um ca. 17:00 fuhren wir wieder zurück auf die Wache. natürlich blieb unsere Ausrüstung noch im Fahrzeug, da unsere Schicht erst um 18:00 endete. Nach der Schicht ging es ab ins Hotel, dort verbrachten wir einen gemütlichen Abend.

Nach einer durchzogenen Nacht, trafen wir uns alle drei wieder für das gemeinsame Frühstück und danach gings wieder in Richtung Wache für die nächste Schicht. Auf dem Weg hielten wir noch bei Caffè für einen kleinen Boxenstopp an, da wir noch Zeit hatten bis zu Beginn.

Angekommen in der Wache, wurde die Fahrzeugeinteilung bekannt gegeben und wir verstauten die Ausrüstung im jeweiligen Fahrzeug. Danach fand die Fahrzeugkontrolle statt, die Getränkebox wurde wieder aufgefüllt. 

Nach einer ruhigen Schicht kehrten wir wieder zurück in unsere Unterkunft, gingen ein bisschen schwimmen und später assen wir gemütlich in einer Taverne zu Abend.

Nach dem reichlichen Essen waren alle müde, die Hitze ohne grossen Wind zerrt an den Kräften, obwohl wir es sehr ruhig hatten. Wir freuten uns schon aufs Bett wollten vor 9 Uhr nicht wieder aufstehen...

Am nächsten Morgen, ca. 00:30 wurden wir per Telefon alarmiert und mussten schnell auf die Station kommen. Wir wurden informiert, dass wir die Küstenwache bei der Suche nach einer vermissten Person unterstützen werden.

Die Vermisste Person wurde am Abend zuvor im Meer bei Mati gesichtet. Uns war klar, dass wir eher nach einer verstorben Person suchen werden. Es wurden drei Gruppen gebildet um das Gebiet aufzuteilen. Eine Gruppe suchte das Ufer vom Boot aus ab und wir teilten uns an Land für die Küste auf. Ein weiteres Boot von der Küstenwache suchte weiter draussen das Meer ab.

Nach langen vier Stunden und einer Distanz von etwa 3.5 Kilometer Küstenlinie von Mati bis Rafina beendeten wir die Suche und fuhren zurück zur Station. Nach der kurzen Nachbesprechung gingen wir wieder zurück ins Bett.

Nach einer kurzen Nacht, ging es am nächsten Tag um 11:00 wieder mit der nächsten Schicht weiter.  Vor der Ausfahrt testeten wir wieder einmal den Wasserwerfer, dies hatten wir schon lange nicht mehr gemacht. Wir nutzen das Wasser gleich um die Umgebung ein bisschen zu wässern.

Am Donnerstag und Freitag stand noch die Betankung der Fahrzeuge an. Dies ist immer mit viel Aufwand und Zeit verbunden. Von der Gemeinde / Bezirk wird der Treibstoff übernommen, doch nur bei der einen Tankstelle. Mann kann es sich fast nicht vorstellen... um ein Fahrzeug zu tanken werden zwischen 3 und 4 Stunden benötigt.

Die Tankstelle von der Berufsfeuerwehr wäre nur etwa 15min entfernt...

Bei unseren Feuerwehren fahren wir ein paar Minuten zur Tankstelle und das wars...

Die erste Woche ging ohne Zwischenfälle vorüber. Leider hatten andere Ortschaften in West-Attika nicht so viel Glück. Dort gab es aktuell viele grosse Brände und später kahm noch die Region um Patras dazu. Da wir unterbesetzt waren, konnten wir keine weitere Mannschaft zur Mithilfe stellen. Die Gefahr in unserem Teil war zu Gross um die Kräfte abzuziehen. Während einer Woche hatten wir die höchste Alarmstufe Rot. Der Wind hatte Geschwindigkeiten von 40-50 km/h und Böen bis 80 km/h.

Die Neue Woche hatte ruhig begonnen, trotz Stufe Rot. Es war ein normaler Wachschichttag. Pünktlich um 17:00 waren wir wieder zurück auf der Station. Gerade hatten wir was kleines gegessen und die Schuhe gewechselt, wurde es laut am Funk, da wussten wir schon dass es gleich losgehen würde. Wir erhielten die Meldung, dass in Neos Voutzas bei der Kapelle ein Brand ausgebrochen sei. 

Mit den zwei Bullen, Voutzas 6 & Voutzas 7 rückten wir innert wenigen Minuten aus und fuhren den Hügel in Richtung Stamtis Haus hinauf. Kaum angekommen holte Mike unser Auftrag und dann gings schon los... 

Da der Wind immer noch sehr stark war, mussten wir mit vereinten Kräften den Feuerverlauf schnellstmöglich eindämmen. Dies ist uns allen zum Glück gelungen und das Feuer frass sich nicht weiter in die Hügel hinauf.

Der letzte Tag für die zwei Schweizer Eveline und Roger war leider gekommen. Wehmütig packten Sie Ihre Koffer und reisten am 19.08.2025 zurück nach Hause.

Reiner hat seinen Aufenthalt ein bisschen verlängert und geniesst die Griechische Gastfreundschaft noch bis am 29.08.2025 und Josef kehrt erst gegen Ende September mit einem Ring am Finger zurück nach Deutschland.

Es war für uns alle wieder eine unvergessliche Zeit mit vielen Erlebnissen und Emotionen.


Spendenaufruf / Griechische Welle Austria

WASSER MARSCH

Unsere Freunde der Freiwilligen Feuerwehr von Neos Voutzas (Attika/GR) mussten zuletzt aus sicherheitstechnischen Gründen ein Tanklöschfahrzeug (TLF), Baujahr 1977, außer Betrieb nehmen.

Die Freiwillige Feuerwehr Franzen (Niederösterreich) will aktuell ein 3000-Liter Tanklöschfahrzeug verkaufen.

Wir wollen die FF Neos Voutzas bei diesem Projekt unterstützen.

Das TLF3000 hat 220 PS, Allrad, +/- 21.000 gefahrene Kilometer und ist Baujahr 1992, in sehr gut gepflegtem Zustand.

Kaufpreis VB 15.000 €

Unser Spendenziel beträgt 17.000 €, darin enthalten div. Nebenkosten für die Überstellung nach Griechenland.

Bitte helft uns beim Helfen. Gemeinsam können wir es schaffen - jeder Euro zählt, jeder Euro kann sogar Leben retten.

Die Freiwilligen Feuerwehren in Griechenland erhalten im Gegensatz zu Österreich keinerlei staatliche Unterstützung, sie finanzieren sich ausschließlich über Spenden, sind reine Privatinitiativen, leisten aber tagein tagaus wertvolle Hilfe im Kampf gegen das Feuer.

Ganz besonders schätzen wir die FF Neos Voutzas, weil sie ihre Hände stets schützend über unsere Kids im Waisenhaus Lyreio halten ❣️

Spenden erbeten unter "TLF3000" auf unser Konto

IBAN AT74 2011 1837 8508 2000

Wir zählen auf euch!

Vielen Dank! Ευχαριστώ πολύ!

Für Fragen aus der Schweiz könnt Ihr Euch einfach unter: pysethvolunteers@gmail.com melden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Hier kannst du auswählen, welche Cookies du zulassen willst und deine Auswahl jederzeit ändern. Klickst du auf 'Akzeptieren', stimmst du der Verwendung von Cookies zu.