Unsere erste Reise zur Freiwilligen Feuerwehr von Neos Voutzas begann am Samstag, 29.06.2019. Wir eine kleine Delegation von der Safers eV. Gruppe flogen für eine Woche nach Griechenland.
Die einen kahmen aus Deutschland und wir aus der Schweiz. Treffpunkt war der Ausgang bei der Ankunft vom Flughafen Athen. Dort holte uns Manfred, ein Deutscher Auswanderer ab und wir fuhren nach Neos Voutzas auf die Wache.
Bis zur Ankunft wussten wir nicht wo wir übernachten werden, das war sehr spannend und haben uns überraschen lassen. Nur war es soweit und wir fuhren zu einem Abgesperrten Areal wo noch die Bungalow der Sportler von der Olympiade standen.
Es war einfach eingerichtet, zwei Zimmer mit je einem Einzelbett und in der Mitte die Toilette mit Dusche. Schlicht und einfach... wir brauchten gar nicht mehr.
Am Sonntag trafen wir uns alle auf der Wache. Der Empfang war sehr herzlich und wir fühlten uns sehr wohl. Wir alle waren auf das gegenseitige kennenlernen gespannt. Konstantin der griechische Österreicher aus Salzburg übersetzte uns alles auf Deutsch und kümmerte sich in allen belangen dass es uns an nichts fehlte.
Joanis der Gründer und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neos Voutzas hatte im Vorfeld schon ein Programm erstellt, dass es uns nicht langweilig werden wird.
Sonntag: gegenseitiges Kennenlernen, Gemeinsames Essen am Hafen von Nea Makri, Fahrzeugeinweisung, Angewöhnungsfahrt durch die Gemeinde und später gingen wir wieder zum Marine Stützpunkt für das Abendessen inkl. Abschlussdrink an der Marine Bar.
Montag: am Montag hatten wir schon unseren ersten Bereitschaftsdienst auf der Wache. Die Aufteilung der Fahrzeuge inkl. Besatzung wurde auf dem Flipchart aufgeschrieben. Der Wind ging so stark, dass wir die meiste Zeit in der Halle verbrachten und uns weiter austauschten.
Wir haben erfahren, dass die Freiwilligen Feuerwehren keine Unterstützung, Ausbildung vom Staat, Gemeinde erhalten. Sie beschaffen alles aus eigenen Mitteln und bilden sich auch selber aus. Es basiert alles auf freiwilligen Arbeit, jeder opfert seine Freizeit für die Gemeinschaft.
Für uns kaum Vorstellbar...dies macht einen sehr nachdenklich.
Dienstag: Wir haben die Nacht im Camp gut verbracht. Gemeinsam fuhren wir zum Strand um ein bisschen zu baden, und danach zum Dorf Beck. Da gab es Frühstück und schlürften unser ersten Frappé vom Tag. Danach fuhren wir auf die Wache für die zweite Wachschicht.
Einige arbeiten standen auf der Liste... den nur warten war uns zu langweilig. Gemeinsam fingen wir an, den Zaun zu reparieren. Fahrzeuge zu reinigen. Testeten den Wasserwerfer auf dem Tanker und unterhielten uns über Gott und die Welt.
Plötzlich wurde es laut am Funk und wir mussten mit drei Fahrzeugen ausrücken. Die Berufsfeuerwehr hat uns für einen Gebäudebrand in Schinias gerufen. Die Rauchsäule war schon von weitem Sichtbar. Bei der Ankunft mussten wir die Tanker von der BF mit Wasser versorgen.
Die zwei MAN haben jeweils 5000 Liter Wasser. Boyzas 4, der Mercedes wurde für die Halteline eingesetzt. Mit den zwei MAN's machten wir den Wassertransport. Hydranten gibt es einige, doch leider haben nicht alle Wasser und daher stellt die Wasserversorgung ein grosses Problem dar. Nicht so wie bei uns.
Nach einiger Zeit war der Brand unter Kontrolle. Wir halfen beim Aufräumen der Schläuche und fuhren in der Nacht zurück auf die Wache. Nach der Schlussbesprechung tranken wir gemütlich noch was und gingen langsam zurück in unsere Unterkunft.
Mittwoch: Pünktlich um 09:00 waren wir wieder auf der Wache. Joanis hat für Heute ein spezielles Programm für uns organisiert.
Georges ein Marine Ausbilder wird heute mit uns ein Überlebenstraining im Wasser absolvieren. Wir waren gespannt.
Donnerstag: Heute Stand ein offizieller Safers e.V Termin bei der Deutschen Botschaft an. Wir trafen uns mit Pavlos auf der Wache und fuhren zuerst mit dem Bus, danach mit der Metro nach Athen. Die Hitze in Athen war gewaltig und wir liefen zu Fuss in langen Hosen zur Botschaft wo wir ein ca. 2 Stunden verbrachten. Danach ging es in eine Taverne um unser Durst zu löschen. Nach der Rückfahrt waren wir alle sehr müde und gingen nur noch was kleines Essen und danach in unser Quartier.
Freitag: Noch ein offizieller Termin... Nach dem Einsatz wurden wir von der Berufsfeuerwehr eingeladen. Der Kommandant war beeindruckt von der guten Zusammenarbeit bei Gebäudebrand und wollte auch mehr über uns "freiwilligen Ausländern" erfahren. Wir durften das ganze Areal anschauen, tranken Frappe zusammen und später ging es wieder zurück auf die Wache. Sie schickten zurück zum Camp und später mussten wir wieder hinauf kommen. Unsere neuen Griechischen Freunde habe in Zwischenzeit ein Grillfest für den Abend organisiert.
Wir verbrachten ein schönes, gemütliches Abschiedsfest auf der Wache und verabschiedeten uns von der ganzen Crew. Leider verging die Zeit viel zu schnell und am Samstag war der Abreisetag.
Wir verbrachten ein schönes, gemütliches Abschiedsfest auf der Wache und verabschiedeten uns von der ganzen Crew. Leider verging die Zeit viel zu schnell und am Samstag war der Abreisetag.